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Fernweh war es wahrscheinlich wieder einmal, als mir einfiel, dass ich in diesem Blog meine Bilder von dem Riesen-Fischuhu (Bubo blakistoni) zeigen und darüber berichten könnte. Dazu suchte ich erst einmal meine Reisetagebücher heraus, um nachzuschlagen, was mich dazu bewegte. Drei Reisen machte ich dorthin, eine davon mit meiner Frau, sie zählen zu den angenehmsten unserer zahllosen Reisen im Dienste der Naturfotografie. Wir waren immer Individualreisende, schon um ungestörter arbeiten zu können denn in einer Gruppe hat man sehr viel weniger Gelegenheit, Kontakte zur einheimischen Bevölkerung herzustellen. Meine Reisetagebücher und die meiner Frau sind ein Lobgesang auf die Gastfreundschaft, die wir auf Hokkaido erlebten. So war es auch mit der Kontaktherstellung zu der Gelegenheit, Fischuhus, die ich vorher gar nicht kannte und hier so gut fotografieren konnte, eher Zufall. Ich hatte hier einen englischen Fotografen kennengelernt, der mich darauf aufmerksam machte und mir den Platz an einem Bach zeigte. Das eine Bachufer erinnerte stark an ein Fotostudio, Blitzgeräte mit und ohne Kabel und auch einem Scheinwerfer, denn Eulen jagen nun einmal Nachts. Am anderen Morgen kam ich noch einmal zurück an diesen Platz und da war in der kleinen Lodge nebenan ein langer Frühstückstisch gedeckt. Gefrühstückt hatte ich zwar schon, aber ich ging trotzdem hinein und traf gleich die richtigen Leute. Ich wurde nicht nur herzlich empfangen, sondern es wurde mir auch gleich ein Platz am Bach für den Abend angeboten, musste aber passen, denn darauf war ich mit meiner Ausrüstung nicht eingerichtet. Aber der Kontakt war für die Zukunft hergestellt.

Der Kaziranga Nationalpark in Assam ist mit 430 km² einer der größten Nationalparks Indiens. Er liegt am linken Ufer des mächtigen Brahmaputra in den Karbi Arlong Hügeln. Er ist das wichtigste Schutzgebiet für das Indische Panzernashorn, engl. One-horned Rhino, von dem es mit ca. 2000 Stück 70%, der Weltpopulation beherbergt. Andere bedrohte Tiere sind der Wilde Wasserbüffel, Asiatische Elefanten, Tiger und Barasinghahirsche. Der Barasingha war einst weit über Indien verbreitet, kommt aber durch Habitatverlust fast nur noch in diesem Park vor. Ähnlich ergeht es dem Wilden Wasserbüffel, der einst millionenfach über Süd-Ost Asien verbreitet war. Auch von ihm beherbergt der Kaziranga Nationalpark mit ca. 1400 Stück einen Großteil der Weltpopulation von 4000 Stück. Indische Elefanten gibt es hier ungefähr 1200 Stück. Seit 2006 ist Kaziranga auch Tigerpark, der Bestand soll inzwischen hundert Stück überschritten haben. Das ist mehr als jeder andere Tigerpark in Indien vorweisen kann. Dies sind nur die „Highlights“ dieses Nationalparks, der sich durch eine große biologische Vielfalt auszeichnet.